Day _02
Das Bild hier wurde nachmittags aufgenommen. Es ist echt unvorstellbar, wie wenig mitten in der Stadt los ist. Die Stadt ist wie ausgestorben.
Die Stadt wirkt unheimlich. Rauchende Gullideckel, leere Straßen.
Beim fotografieren mussten wir hier leider im Rauch baden. Es riecht nicht besonders gut und sollte relativ schnell wieder verlassen werden.
Wenn man will, kann man sich problemlos auch mal mitten auf die Straße stellen, zum fotografieren zum Beispiel.
Beim Laufen durch die Downtown stolpert man über sehr viele große und leere Flächen.
Die Parkzonen sind schon am frühen Nachmittag wie ausgestorben.
Ein ernster Blick. Diesen Parkwächter durften wir fotografieren.
Jeden Abend um 17 Uhr beginnt seine Schicht. Er sitzt auf seinem kleinen Klappstuhl vor dem Häuschen und bewacht das leere Parkdeck.
Obwohl er sehr freundlich ist ballt er die Fäuste als wir ihn fotografieren.
In den Abendstunden kann man interessante Lichtspiele in den Straßen entdecken.
Manchmal wohl das einzige das den vielen verlassenen Gebäuden und leeren Straßen etwas Leben einhaucht.
Ecke zur Griswold Street. Nur vereinzelt findet man Menschen in den Straßen.
Sie wirken irgendwie verloren. Man hat den Eindruck, dass die Zeit hier stehen geblieben ist.
Ein Anblick, den man hier oft zu sehen bekommt: Verlassene, heruntergekommene Ladenfronten prägen das Stadtbild.
Dieser Mann fragte einen Filmproduzenten, was hier gerade gefilmt wird. Die Antwort: “Ein Film über Detroit.” Der Trompeter meinte, dass er ihn filmen soll, das wollte der Produzent aber nicht und ging weg. Der Musiker rief ihm nach “Aber ICH bin Teil von Detroit!”
Eine Frau wurde gerade angefahren. Der ernst schauende Mann im Hintergrund ist Celvin. Er hat die Frau gekannt.
Dieses Haus wird bald nicht mehr stehen, es soll abgerissen werden. Vor fünf Jahren (so sagte man uns) hätte man so ein Gebäude noch gerettet… aber jetzt muss die Stadt wegen der Wirtschaftskrise stark einsparen.
Diese Leute waren ziemlich lustig, ein Filmteam aus New York, das eine Dokumentation über Detroit machen will. Wir wurden interviewt und haben lustige Sachen gesagt und mussten ganz feierlich eine Erklärung in die Linse geben, dass wir damit einverstanden sind, dass unsere Gesichter im Fernsehen gezeigt werden könnten.
Ein Kind, gefangen im Körper eines Mannes.
Er musste bestimmt auch eine feierliche Erklärung abgeben. Er hatte lustige bunte Postkarten des altertümlichen Detroits dabei.
Der newyorkische Mann zeigt auf etwas, das ich wohl interessant finde, ich weiß aber nicht mehr, was es war. Vielleicht ein Haus oder ein Krokodil.
Wieder mal alles kaputtgemacht.
Ihr erinnert euch an das Foto von unserem Apartment? Das war einmal. Jetzt sieht es so aus. Und alles nur, weil Bianca keinen Fön im Zimmer hat.
Unser Mietauto, man hat selbst mitten in der Innenstadt unbegrenzte Parkmöglichkeiten.
Auf dem Weg von unserem Apartment in Southgate nach Detroit Downtown sind es nur knappe 20 min… ausversehen fuhren wir zu nahe an die Brücke zur kanadischen Grenze und wurden darum gleich komplett von der Polizei durchsucht. Will man auf die extrem misstrauischen Blicke und unangenehmen Fragen der Cops verzichten, sollte man hier immer seine Grenncard dabei haben! Nachdem die Cops die Identität von David überprüft hatten (Fingerabdrücke und Iris wurden gescannt) durften wir weiterfahren.
Das hier ist ganz romantisch. Das ist ein Foto von mir. Gewidmet allen, die mich vermissen. Da steht “Objects in mirror are closer than they appear”, Dinge im Spiegel sind näher als sie scheinen. ICH bin im Spiegel. Also bin ICH euch auch näher als es den Anschein hat. Nämlich im Herzen. Hach ja, es ist wirklich romantisch.
Auf dem Weg in die Stadt. Der Himmel, der es schafft, unter den Wolken hindurch nach oben zu gelangen, bekommt als Belohnung eine schöne blaue Farbe. Der andere bleibt braun.


























