DETROIT PROSPECTS

Day_03

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Day _02

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Das Bild hier wurde nachmittags aufgenommen. Es ist echt unvorstellbar, wie wenig mitten in der Stadt los ist. Die Stadt ist wie ausgestorben.

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Die Stadt wirkt unheimlich. Rauchende Gullideckel, leere Straßen.
Beim fotografieren mussten wir hier leider im Rauch baden. Es riecht nicht besonders gut und sollte relativ schnell wieder verlassen werden.

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Wenn man will, kann man sich problemlos auch mal mitten auf die Straße stellen, zum fotografieren zum Beispiel.

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Beim Laufen durch die Downtown stolpert man über sehr viele große und leere Flächen.
Die Parkzonen sind schon am frühen Nachmittag wie ausgestorben.

Ein ernster Blick. Diesen Parkwächter durften wir fotografieren.
Jeden Abend um 17 Uhr beginnt seine Schicht. Er sitzt auf seinem kleinen Klappstuhl vor dem Häuschen und bewacht das leere Parkdeck.

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Obwohl er sehr freundlich ist ballt er die Fäuste als wir ihn fotografieren.

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In den Abendstunden kann man interessante Lichtspiele in den Straßen entdecken.
Manchmal wohl das einzige das den vielen verlassenen Gebäuden und leeren Straßen etwas Leben einhaucht.

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Ecke zur Griswold Street. Nur vereinzelt findet man Menschen in den Straßen.
Sie wirken irgendwie verloren. Man hat den Eindruck, dass die Zeit hier stehen geblieben ist.

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Ein Anblick, den man hier oft zu sehen bekommt: Verlassene, heruntergekommene Ladenfronten prägen das Stadtbild.

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Dieser Mann fragte einen Filmproduzenten, was hier gerade gefilmt wird. Die Antwort: “Ein Film über Detroit.” Der Trompeter meinte, dass er ihn filmen soll, das wollte der Produzent aber nicht und ging weg. Der Musiker rief ihm nach “Aber ICH bin Teil von Detroit!”

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Eine Frau wurde gerade angefahren. Der ernst schauende Mann im Hintergrund ist Celvin. Er hat die Frau gekannt.

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Dieses Haus wird bald nicht mehr stehen, es soll abgerissen werden. Vor fünf Jahren (so sagte man uns) hätte man so ein Gebäude noch gerettet… aber jetzt muss die Stadt wegen der Wirtschaftskrise stark einsparen.

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Diese Leute waren ziemlich lustig, ein Filmteam aus New York, das eine Dokumentation über Detroit machen will. Wir wurden interviewt und haben lustige Sachen gesagt und mussten ganz feierlich eine Erklärung in die Linse geben, dass wir damit einverstanden sind, dass unsere Gesichter im Fernsehen gezeigt werden könnten.

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Ein Kind, gefangen im Körper eines Mannes.

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Er musste bestimmt auch eine feierliche Erklärung abgeben. Er hatte lustige bunte Postkarten des altertümlichen Detroits dabei.

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Der newyorkische Mann zeigt auf etwas, das ich wohl interessant finde, ich weiß aber nicht mehr, was es war. Vielleicht ein Haus oder ein Krokodil.

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Wieder mal alles kaputtgemacht.
Ihr erinnert euch an das Foto von unserem Apartment? Das war einmal. Jetzt sieht es so aus. Und alles nur, weil Bianca keinen Fön im Zimmer hat.

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Unser Mietauto, man hat selbst mitten in der Innenstadt unbegrenzte Parkmöglichkeiten.
Auf dem Weg von unserem Apartment in Southgate nach Detroit Downtown sind es nur knappe 20 min… ausversehen fuhren wir zu nahe an die Brücke zur kanadischen Grenze und wurden darum gleich komplett von der Polizei durchsucht. Will man auf die extrem misstrauischen Blicke und unangenehmen Fragen der Cops verzichten, sollte man hier immer seine Grenncard dabei haben! Nachdem die Cops die Identität von David überprüft hatten (Fingerabdrücke und Iris wurden gescannt) durften wir weiterfahren.

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Das hier ist ganz romantisch. Das ist ein Foto von mir. Gewidmet allen, die mich vermissen. Da steht “Objects in mirror are closer than they appear”, Dinge im Spiegel sind näher als sie scheinen. ICH bin im Spiegel. Also bin ICH euch auch näher als es den Anschein hat. Nämlich im Herzen. Hach ja, es ist wirklich romantisch.

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Auf dem Weg in die Stadt. Der Himmel, der es schafft, unter den Wolken hindurch nach oben zu gelangen, bekommt als Belohnung eine schöne blaue Farbe. Der andere bleibt braun.


Day_01

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Hier unser zweites Flugzeug, aus dem ersten sind wir leider rausgeflogen. Grund: Ich hatte Flugangst und musste mich festhalten, was anderes als der Hintern der Stewardess war grad nicht in Reichweite. Hoppla.
Bianca möchte gerne klargestellt haben, dass ich (David) diese Bildtexte verfasse.
Ich (David) verfasse diese Bildtexte.

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Ein Foto von einem Becher. Angemalt aus Langeweile. Inhalt auf Bianca geschüttet aus Versehen. War aber nicht so schlimm.

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Hier hab ich die Bianca fotografiert und es sieht so aus, als hätte sie es gar nicht bemerkt. Stimmt aber glaub ich gar nicht, die Kamera ist ziemlich groß und aufällig. Sie tut bestimmt nur so, dass sie nicht lächeln muss.

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Hier hat die Bianca mich fotografiert und es sieht so aus, als hätte ich es gar nicht bemerkt. Andere Menschen zu fotografieren und zu versuchen, nicht bemerkt zu werden, scheint unser gemeinsames Hobby zu sein. Im Flugzeug war es sehr eng. Ging aber grad noch.

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Hier hat die Bianca ein Foto vom Himmel gemacht, kurz vor der Landung. Eigentlich sieht es eher aus, wie eine eisige Polarwüste, aber ich kann bestätigen, dass es Himmel ist, ich war dabei.

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Hier ein Bild von einem weissen Sandstrand und tiefblauem Ozean, ach nein, ist ja auch Himmel, sorry.

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Hier: Detroit von oben. Sieht erstaunlich grün aus alles. Es gibt viele Vögel in Detroit.

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Hier ist die amerikanische Nationalflagge, jemand hat sie aufgehängt, vielleicht zum Trocknen.

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Hier bittet mich Bianca um Hilfe, die Frau vor ihr hat ihr unhöflicherweise ihren schönen Schmetterlingsrucksack gestohlen, das war nicht in Ordnung. Anstatt zu helfen habe ich fotografiert, auch ein bisschen unhöflich glaub ich.

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Hier ruht sich eine Frau aus. Direkt vor ihrem Fenster sind GANZ zufällig GANZ viele Autos “liegengeblieben”, da war wohl etwas mit den Motoren nicht in Ordnung.

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Hier überlegt sich ein zufälliger Kanadier, wie er auf Biancas Heiratsantrag reagieren soll. Er sieht unentschlossen aus. Sein Nachbar findet Biancas Vorgehensweise ein wenig direkt und schaut skeptisch.

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Hier läuft ein Mann in abendlichem Licht zwischen den Apartments hindurch. Das Bild wurde von unserem Balkon aus aufgenommen, unsere Wohnung ist schön. Mit Balkon.

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Hier sieht man, dass unsere Wohnung wirklich schön ist. Wir haben sogar ein Nudelsieb. Hut ab!

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Heute haben wir das Mietauto geholt… YEHAA ein Chevrolet-Cobalt!
In jedem Fall sollte man VOR Anreise via Internet buchen.
Vor Ort wird sonst eventuell mehr als das 3fache verlangt, war ziemlich ernüchternd.
“Budget” ist der günstigste Anbieter! Gebucht haben wir über “ebookers”.

Einen schönen Tag noch!
David.
Und Bianca.

Benidorm

Diese Bilder sind noch mit der Canon 400D aufgenommen.
Allerdings habe ich auch schon 10 Bilder mit der Großformatkamera geschossen…
Diese sind noch nicht zu sehen… Lauf für mehr Zeit :)
Wir sind noch auf Motivsuche und es ist noch nicht festgelegt was wir in Detroit fotografieren
werden. Gebäudelandschaften… Portraits… wir lassen uns überraschen!

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funny, funny, funny… und nochmals danke an lucas!

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Peter Bialobrzeski

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www.bialobrzeski.de
http://lagallery-frankfurt.de

August Sander

Sanders Werk umfasst Landschafts-, Natur-, Industriearchitektur- und Stadtfotografie, berühmt aber ist er hauptsächlich für seine Porträtkunst, wie sie exemplarisch in der Fotoserie Menschen des 20. Jahrhunderts ausgeführt ist. In dieser Serie versuchte er einen Querschnitt ausgehend von der Gesellschaft der Weimarer Republik zu geben. Beginnend mit der „Stammappe“ – Bauernportraits aus dem Westerwald – unterteilt er sein Werk in sieben Gruppen: „Der Bauer“, „Der Handwerker“, „Die Frau“, „Die Stände“, „Die Künstler“, „Die Großstadt“ und „Die letzten Menschen“.

Besonders interessant finde ich seine Portraitaufnahmen von Personen im Context.

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Jörg Gläscher / Bosnien Portraits

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www.glaescher.de

Peter Bialobrzeski NeonTigers

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Peter Bialobrzeski NeonTigers

Richard Avedon

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